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Social Media und Social Networking: Wie Unternehmer und Selbständige die Herausforderung meistern
Die Themen Social Media und Social Networking sind in aller Munde. Die Entwicklung zeigt, dass es sich hier keinesfalls um einen kurzlebigen Trend handelt. Wie erfolgreiche Unternehmen diese Herausforderung in Zukunft meistern, ist Thema des Unternehmerinnenabends am 24. März im Landgasthof zum Müller in Ruderting.
Wir haben uns im Vorfeld mit Heidi Peter aus Schönberg, Unternehmerin im Bereich WebBusiness, Training und Consulting, über Vorteile, Nutzen und Risiken unterhalten.
Was macht für immer mehr Menschen den Reiz von Social Media und Social Networking aus?
Die Bereitschaft, sich in der heutigen Welt – ob privat, beruflich oder ge schäftlich – darzustellen, ist enorm gewachsen. Es ist eine schöne, bunte, neue Welt, direkt in meinem Zimmer oder Büro. Ich werde nicht nur infor miert, ich gestalte mit. Und genau an diesem Punkt setzt die Marketing-Branche an: Trends werden in Echtzeit geliefert. Für die einen ist es ein lukrativer Segen, für die anderen ein digitales Wunder.
Während für junge Leute Social Media nicht mehr wegzudenken ist, sind sich viele Unternehmer unsicher, wie sie mit dieser neuen Herausforderung umgehen sollen.
Richtig. Junge Menschen, die mit Handy, iPhone und Internet auf gewachsen sind, werden als sogenannte Digital Natives bezeichnet. Sie lassen gerne und freiwillig fremde Menschen an ihrem Leben teilhaben. Ältere, die das Leben vor Computer und Internet kennen, sind Digital Immigrants. Sie müssen sich erst auf diese neue Welt einlassen und beäugen kritisch Nutzen und Zeitaufwand. Die Strategie lautet: Learning by Doing! Denn was gestern noch neuer Standard war, ist heute schon längst überholt. Unternehmer und Selbständige sollten nicht zulassen, dass sie irgendwann von Social Media bestimmt werden.
Zu welcher Vorgehensweise raten Sie?
Zuerst sollte eine Bestandsaufnahme durchgeführt werden. Auf welchen Plattformen, wie zum Beispiel Xing, LinkedIn, Facebook, Twitter oder regionalen Tools, ist das Unternehmen bereits zu finden? Wenn es nicht gefällt, was gefunden wurde, hilft nur eins: Aufräumen! Informationen und Bilder müssen aktualisiert oder gelöscht werden. Zudem sollte man genau überlegen, auf welchen Social Media Tools das Unternehmen überhaupt präsent sein soll. Die Einstellungen müssen überprüft und die aktuellen AGBs, das Impressum und Handbuch genau gelesen werden. So kann man kritisch das Unternehmensprofil überarbeiten und bewusst Einstellungen vornehmen. Schließlich lässt man auch nicht jeden in sein Büro oder das Wohnzimmer.
Wie wichtig ist es, die Mitarbeiter mit einzubinden?
Sehr wichtig. Es sollten Richtlinien erstellt sowie Mitarbeiter eingeplant werden, welche die Präsenz in den Social Media Tools auf dem aktuellen Stand halten, Kommentare und Anfragen zeitnah beantworten und auch negative Entwicklungen kompetent lösen. Die eigenen Mitarbeiter können das Unternehmen positiv darstellen, Praktikanten etwa auf Facebook über ihre interessante Zeit im Unternehmen berichten. Auch Presse- oder Messeneuheiten können getwittert und kompetente Mitarbeiter aus aller Welt über Social Media Tools rekrutiert werden.
Ist es nicht auch ein geeignetes Mittel, um als Freiberufler oder Selbständiger an Aufträge zu kommen?
Auf alle Fälle. Aber bei allen Vorteilen sollte man sich immer vor Augen halten: Das Internet vergisst nie. Social Media Tools sollten wie eine digitale Visitenkarte genutzt werden! Das Interview führte Bettina Maier
Referentin des Unternehmerinnenabends am 24. März ist Melanie Kelnberger, Diplom-Ingenieurin für Medientechnik aus Kirchberg im Wald |